Shiatsu

Philosophie von Shiatsu

Gemäss der fernöstlichen Erfahrungsmedizin liegen körperlichen Symptomen und seelischen Beschwerden Ungleichgewichte im Energiehaushalt zu Grunde. Diese zeigen sich in den Energieleitbahnen als Leere oder Blockierung, als Stagnation des Energieflusses und als fehlende Verbindung und Integration. Mittels Shiatsu findet der Organismus des Menschen wieder in sein dynamisches und selbstregulatives Gleichgewicht zurück. 

Der japanische Begriff „Shiatsu“ heisst wörtlich übersetzt „Finger-Druck“. Shiatsu wurzelt in der traditionellen fernöstlichen Philosophie und Gesundheitslehre und integriert westliche Konzepte der Gesundheitsförderung. Shiatsu ist in Japan seit vielen Jahren als eigenständiger, therapeutischer Gesundheitsberuf offiziell anerkannt. Shiatsu hat sich weltweit verbreitet und wird inzwischen in vielen Anwendungsgebieten eingesetzt. In der Schweiz wird Shiatsu vorwiegend therapeutisch genutzt, zur Unterstützung von Menschen, die an Krankheiten, körperlichen Beschwerden und seelischen Schwierigkeiten leiden. Shiatsu ist in den geplanten gesamtschweizerischen Berufsabschluss für Komplementär-Therapie eingebunden. 

Ausgangspunkt der Behandlung bildet eine energetische Befundaufnahme. In der Behandlung wird der Energiefluss durch spezifische Berührungs-Techniken angeregt und harmonisiert. Spannungen oder Blockaden werden gelöst, energetisch schwache und bedürftige Stellen werden gestärkt. Beschwerden, Schmerzen und Blockierungen können sich auflösen, und ein harmonisches und ganzheitliches Gefühl stellt sich ein. Das behandlungsergänzende therapeutische Gespräch trägt dazu bei, gesundheitsschädigende Einstellungen und Verhaltensweisen ins Bewusstsein zu bringen und gesundheitsfördernde Muster zu entwickeln und zu verankern. Selbstwahrnehmung, Handlungsmotivation und Handlungsfähigkeit werden nachhaltig im Sinne der fernöstlichen und modernen Gesundheitsförderungs-Konzepte unterstützt. Erforderliche Behandlungsintensität. 

Zu Beginn ist meist ein wöchentliches Intervall zweckmässig, anschliessend sind vierzehntägige oder monatliche Behandlungen ausreichend. Bei akuten, einmaligen bzw. erstmaligen Beschwerden ist schon nach wenigen Behandlungen eine deutliche Veränderung und Wirkung spürbar und die Selbstregulierung meist wieder möglich. Zur Stabilisierung und zur nachhaltigen Entwicklung gesunder Verhaltensweisen sind oftmals weitere Behandlungen angezeigt. Bei chronischen, zyklisch wiederkehrenden und psychosomatischen Beschwerden sowie in besonders belastenden Lebenssituationen ist die Behandlungsdauer meist länger dauernd. Bei früh erlebten Traumata und chronischen Beschwerden kann eine mehrjährige Therapie sinnvoll sein. Folgende Angaben drücken eine allgemeine Tendenz aus, weil aber die Reaktion auf Shiatsu ganz individuell ist, kann die Behandlungsserie auch ganz anders verlaufen. 

 

Philosophie und Behandlungsweise von Shiatsu basiert

auf dem System der fünf Wandlungsphasen (bzw. fünf Elementen) und der Funktionskreisläufe (Meridiane). Letztere stellen energetische Verbindungen zwischen Organ- und Lebensfunktionen dar und gewährleisten Wechselwirkung zwischen Körper, Seele und Geist.

 

Therapeutisches Shiatsu kann bei bei folgenden Körperlichen, psychosomatischen und seelischen Beschwerdebildern helfen: :

– Anhaltende, akute Verspannungsschmerzen 

– Beeinträchtigende, nervöse Beschwerden 

– Schmerzen unbekannter Ursache 

– Vegetative Störungen (Bauchbereich, Magen) 

– Gelenkbeschwerden verschiedener Genese 

– Dauerhafte Müdigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung 

– Depressivität, Angstzustände und Überreiztheit 

– Menstruationsprobleme und –Beschwerden 

– Schwangerschaftsbeschwerden 

– Stark beeinträchtigtes Körperempfinden 

– Hohe, einmalige oder wiederkehrende Belastung 

– Lebenskrisen, besonders schwierige Zeiten 

– Trauma-Folgen 

– Bei körperlichen oder psychischen Behinderungen